Der Kopf, der Chef, das Zentrum...

Habt ihr schon einmal eine Klasse vor dem Eintreten des Lehrers beobachtet? Alle Kinder lärmen, schreien, zanken sich… Das ist normal, »ist die Katz aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.« Doch kaum ist der Lehrer angekommen, sind alle in wenigen Sekunden an ihrem Platz, weil der Kopf, der Chef eingetreten ist. Nun, dieselben Gesetze wirken in unserem Inneren. In uns ist Gott der Kopf, der Chef, das Zentrum, aber unter der Bedingung, dass wir Ihm eine Türe öffnen, damit Er eintreten kann, sonst wird immer ein Durcheinander herrschen.

Wenn ich jemanden sagen höre: »Ich brauche den Herrn nicht, ich weiß mir auch ohne Ihn zu helfen«, kann ich ihm entgegnen, er werde sich in der Tat zu helfen wissen, nur in welcher Unordnung und mit welchem Verlust! Der Kopf, der Herr, bringt Ordnung unter die Zellen unseres Organismus. Wenn Er da ist, arbeiten sie alle in Harmonie und Frieden, und das Leben fließt. Es ist wichtig, den Herrn in sich als Zentrum zu haben. Weil eben dieser Punkt dort, im Zentrum, unser ganzes inneres Wesen organisiert und harmonisiert. 

*Omraam Mikhael Aivanhov

Quelle: https://prosveta.de/tagesgedanken/

DER PFAD IST LANG

Der Pilger war außer sich, sprachlos und verblüfft: Er sah hundert Weltalle, Ozeane über Ozeane von brodelnden Wassern; sie alle waren auf der Suche nach Gott, alle hineingerissen in den Sog Gottes. Er siebte die Erde der Welt und warf Intelligenz, Zweifel und Aporie beiseite. Er siebte die Erde der Welt hunderttausende von malen und legte ebenso viele male die gewonnene Perle auf die Werkbank nieder. Schließlich erhielt er Hilfe von Gott: Als er so am Sieben war, trat ein Weiser vor ihn hin, eine Sonne, die beide Welten erleuchtete; die auf dem Weg eine Unzahl von Sternen versammelte; in der Welt und außerhalb der Welt, im Zentrum und außerhalb des Zentrums; sesshaft und ständig auf der Reise; unsichtbar und immer gegenwärtig; eine Sonne, welche die beiden Welten mit Licht durchflutete, erschreckt über den eigenen Glanz; eine rote Flamme auf dem Weg; ein riesiges Herz wie der grüne Ozean. Wer aus dem Staub seiner Schritte keinen Kajal macht, der soll verderben, ob er rein sei oder unrein!

O Sohn, der Pfad ist lang und voller Fallgruben; der Reisende braucht einen Führer. Wie findet der Blinde sich ohne Stock zurecht? Es gibt keinen Weisen, sagst Du? Bitte, suche wie wild. Denn wenn es auf der Welt keinen einzigen Weisen gäbe, würde sich die Erde erheben, und die Zeit würde stillstehen. – Kurz und gut, als der Pilger den Weisen antraf, den Führer auf dem Weg, warf er sich ihm zu Füßen. Seine Seele überquoll vor lauter Freude; aus tiefster Überzeugung befestigte er den Ring der Knechtschaft an seinem Ohr. Hunderttausend Rosenknospen entfalteten sich im Rosengarten seines Herzens. Die Gnade brachte ihm Verzückung, die Gottlosigkeit wich, der Weg öffnete sich.Der Weise sagte zu ihm: Wegelagerer auf dem Weg lauern im Hinterhalt; schlafe nicht ein, tue, was dir gesagt worden ist.

Der Pfad ist lang; Sohn, sei wachsam! Spar den Schlaf bis zum Grab auf, halt Wache! Jedem ist eine Aufgabe zugewiesen; viele haben solche Qualen durchgemacht. Hüte dich davor, dich auf dieser langen Reise durch ein Nichts aufhalten zu lassen. Da, wo du stillstehst, wirst du kraftlos für immer bleiben. Zerrissenheit und ein Brennen in deiner Brust sollen dir Befehle sein; in deiner Seele soll dieses Echo des Korans wie die Nachtigall singen. Gehe unbeirrt vorwärts, strenge dich an, sei wachsam! Trage die Bürde, iss den Dorn, spitze die Ohren. Der Pilger entbrannte wie ein von Leidenschaft gepackter Liebhaber. Er entledigte sich der Überschwänglichkeit und der Melancholie und tauchte nackt in den Ozean. Er gab Klagen und Dankbarkeit auf und machte sich auf den endlosen Weg.

*Attar

115 Ideen für ein besseres Leben

Eigenschaften und Tugenden

Um gute Erzieher zu sein, müssen die Eltern an all die guten Eigenschaften und Tugenden denken, die in der Seele und dem Geist des Kindes schlummern. Sie sollen sich auf den göttlichen Funken, der in ihm wohnt, konzentrieren und ihm alle Bedingungen verschaffen, damit er zum Ausdruck kommen kann. Auf diese Weise wird das Kind später wunderbare Keime entwickeln, jene, die man in ihm bevorzugt hat. Und da ein Kind nicht immer versteht, was man zu ihm sagt, noch warum, muss man auch wissen, wie man sich an sein Unterbewusstsein wendet.

Zum Beispiel können sich die Eltern oder die Personen, die das Kind betreuen, an sein Bett setzen, wenn es schon eingeschlafen ist, es ganz zart streicheln, ohne es aufzuwecken, und ihm dabei von all den guten Eigenschaften erzählen, die sie ihm wünschen. Auf diese Weise legen sie kostbare Elemente in sein Unterbewusstsein, die es vor vielen Irrtümern und Gefahren schützen werden, wenn sie sich Jahre später offenbaren. 

*Omraam Mikhael Aivanhov

Wenn Du Erfolg haben willst...

"Erfolg ist eine mentale Einstellung. Wenn Du Erfolg haben willst, dann fang an, dich selbst als erfolgreich zu sehen."

*Dr. Joyce Diane Brothers


"Die Meinung der Masse ist ein schwacher Tyrann im Vergleich zu unserer eigenen Meinung. Was ein Mensch von sich selbst denkt, ist ausschlaggebend und wegweisend für das eigene Schicksal.“

*Henry David Thoreau

Die Wahrheit wirkt stärkend

"Alles, was dich körperlich, verstandesmäßig und geistig schwächt, wirkt als Gift. Es ist kein Leben darin, es kann nicht wahr sein. Die Wahrheit wirkt stärkend, die Wahrheit ist Reinheit, die Wahrheit ist wahre Erkenntnis."

"Du kannst nicht an Gott glauben, wenn du nicht an dich selbst glaubst."

"Wenn du glaubst, ein Körper zu sein, bist du vom Weltall getrennt. Wenn du glaubst, ein Geist zu sein, bist du ein Funke des ewigen Feuers, wenn du glaubst, das göttliche Selbst zu sein, bist du alles."

"Vollkommenheit braucht nicht erreicht zu werden, denn sie ist schon in uns. Unsterblichkeit und Glückseligkeit brauchen nicht erreicht zu werden, denn wir haben sie schon. Sie sind allzeit in uns gewesen."

*Swami Vivekananda

Hoffnung

Es ist meine Hoffnung, das wir aufwachen aus dem Traum, isolierte Einzelwesen zu sein, und die Kräfte in uns wecken, die uns heilen.

*Willigis Jäger

Mögen wir beginnen..

Mögen wir alle aufhören -
Sklaven des Begehrens zu sein.
Und mögen wir alle beginnen -
Sklaven der Liebe und Selbstlosigkeit zu werden.

*Azmuto

Gefäß des Heiligen Geistes



Kahlil Gibran, der berühmte libanesische Dichter, schrieb über sein Treffen mit 'Abdu'l-Bahá: "Zum ersten Mal sah ich eine Gestalt, die edel genug war, Gefäß des Heiligen Geistes zu sein."




Quellen der Macht

Ich bin ein Mensch, der einer anderen Welt als dieser angehört, einer Welt, die sehr fremdartig anmutet. Denn ich behaupte, daß ich von Liebe bewegt bin, daß ich sie allzeit empfinde. Ich befasse mich nicht Meinungen sondern nur mit Gedanke, in denen es um Geben und Nehmen geht... Es gibt nichts, das so mächtig ist wie Liebe und Denken - keine öffentliche Einrichtung, keine Regierung, keinen Ismus, keine Schrift, keine Waffe. Ich bleibe dabei, daß Liebe und Denken die einzigen Quellen der Macht sind."

If a man achieves victory over this body, who in the world can exercise power over him? He who rules himself rules over the whole world. 
*Vinoba Bhave (1895-1982)


Die 10 gesündesten Lebensmittel

Quinoa
 
Brokkoli

Sprossen

Hanfsaat

Chiasamen

Löwenzahn

Kokosnuss

Brennnessel

Chlorella-Alge

Nüsse/Kerne/Ölsaaten

Link:



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Gewohnheiten

Der wahre Spiritualist entscheidet sich, alle belanglosen Tätigkeiten aufzugeben, all die vorübergehenden Vergnügungen, die ihm nichts bringen. Indem er das macht, befreit er in sich die spirituellen Energien, die gelähmt waren, unterdrückt von den Gewohnheiten des gewöhnlichen Lebens, und in der Welt der Seele und des Geistes beginnt er, Früchte hervorzubringen.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren. *Albert Schweitzer

"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht."

"Manche Menschen gleichen einem eingerollten Igel,
der sich mit den eigenen Stacheln peinigt."


*Albert Schweitzer

Jeder Stern in ihm ist eine Perle

Jeder Stern in ihm ist eine Perle auf der Suche und ruht weder am Tag noch in der Nacht. Er läuft jeden Augenblick aus Sehnsucht in die Richtung Seiner Majestät und die Himmel folgen ihm. Wer immer eine solche Sehnsucht verspürt, dem wird jeden Moment Freude geschenkt. Ein Reich, das auf Weltlichem gründet, ist auf Wind gebaut, sei es auch noch so hoch.

*F. Attar

Nichtwissen

Quelle: https://mystikaktuell.com

Die, die am weitesten auf dem Weg fortgeschritten sind, erkennt man daran, dass sie die Demütigsten sind.

"Durch regelmässige Übung der gegenstandslosen Meditation wird unser Ego transparenter, wir erkennen es als das, was es in Wirklichkeit ist: ein Knäuel von Geschichten, Bildern und Emotionen, mit denen wir uns identifizieren. *Samuel Vozeh

Heile deine Gedanken - James Allen

Steigerung der Sensibilität

Die spirituelle Entwicklung des Menschen wird von einer Steigerung der Sensibilität begleitet. Je größer die Sensibilität wird, desto mehr lebt man ein erfülltes, intensives Leben. Wessen Sensibilität abnimmt, der kehrt zu den Tieren, den Pflanzen, den Steinen zurück. Ihr werdet sagen: »Aber je sensibler man wird, umso mehr setzt man sich den Leiden aus.« Das ist richtig, aber es ist besser, die Sensibilität zu erhöhen, selbst wenn man dadurch verwundbarer wird, denn man steigert die Intensität des Lebens...

*Omraam Mikhael Aivanhov

Quelle: https://prosveta.de/tagesgedanken/

Alle Hindernisse sind nur dazu gegeben, damit du ein stärkeres Verlangen haben wirst.

"Wenn der Mensch es nicht schafft, etwas zu tun, sich zu überwinden, ist das ein Zeichen dafür, dass es ihm an Verlangen mangelt. Hättest du ein starkes Verlangen gehabt, dann hättest du Erfolg gehabt, jedes Hindernis auf der Welt zu überwinden. Wie im Materiellen jede Sache so und soviel Geld kostet dies kostet tausend Schekel, jenes kostet hunderttausend Schekel so hat auch im Spirituellen jede Sache eine gewisse Menge an Sehnsucht nötig, die der Mensch braucht, um diese Sache zu bekommen, eine gewisse Menge an Verlangen, die er haben muss. Wie soll der Mensch jetzt ein starkes Verlangen haben? Man gibt ihm ein Hindernis. Man gibt ihm solange Hindernisse, bis sein Verlangen stark genug ist. Dann erst gibt man ihm die Sache. Alle Hindernisse sind nur dazu gegeben, damit du ein stärkeres Verlangen haben wirst."
*Rabbi Schalom Arusch 





"Gib niemals auf, gib niemals auf,
gib niemals auf – das ist das einzige Geheimnis
um im Leben Erfüllung zu erlangen."
*Sri Chinmoy


"Es gibt kein Hindernis, das man nicht überwinden kann,
denn das Hindernis ist nur wegen des Willens da,
und in Wahrheit sind keine Hindernisse als nur im Geist."
*Rabbi Nachman

Vera Felicitas Birkenbihl (*1946-2011)

Gandhi

Für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen ist das Alleinsein unbedingt notwendig, um seine Sensibilität zu wecken.*Jiddu Krishnamurti



Muss man Flügel haben,
um auf die Suche nach sich selbst zu gehen?
Man braucht sich nur in die Einsamkeit zu begeben.
*Teresa von Avila


Allein sitzend, allein ruhend, allein umhergehend, frei von Trägheit;
wer tiefe Einsicht in die Wurzeln des Leidens hat,
genießt großen Frieden, wenn er in Einsamkeit weilt.
*Buddha


Die Liebe zur Einsamkeit zeigt eine Anlage zur Erkenntnis;
Wissen ist aber erst dann erlangt,
wenn wir in unserer Wahrnehmung der Einsamkeit so gefestigt sind,
dass wir sie auch in der Menge,
im Kampf und auf dem Markte nicht verlieren.
*Sri Aurobindo


Liebe

"Jede Liebe, die es auf Gegenleistung abgesehen hat, ist dahin, wenn die Gegenleistung dahin ist."

"Sufismus" ist Sanftmut. Wer dich an Sanftmut übertrifft, übertrifft dich als Sufi."

"Liebe ist übergroßes Verlangen ohne Erfüllung."

*Dschunaid

Huhn mit Pflaumen

video

"Moses und Pharao liegen in deinem eigenen Wesen: Du musst diese beiden Gegner in dir selbst suchen." ["Moses and Pharaoh are in your own being: You have to search for these two opponents in yourself."] *Rumi

Frage: Wer sind die Ägypter und das Volk Israel im Bezug auf die spirituelle Arbeit?

Antwort: Die Tora spricht über einen Mensch, wie über einen Gegenstand, der die gesamte Welt in sich einschließt. Alles befindet sich im Mensch. Der Ägypter in uns symbolisiert egoistische Kräfte; das Volk Israel die altruistische Kräfte oder Kräfte, die altruistisch sein wollen, jedoch unter der Herrschaft der Ägypter stehen (Egoismus). Der Pharao repräsentiert das gesamte Ego, in dem wir existieren. Der Schöpfer stellt die höhere Kraft dar, die den Pharao, Moses und alle anderen kontrolliert.

Seine Aufgabe ist es, die ganze Schöpfung in eine Gleichheit mit Ihm zu bringen, zum Altruismus. Dazu müssen wir den Egoismus als böse sehen und daraus austreten. Moses ist eine Kraft, die innerhalb des Menschen einen Teil des Schöpfers darstellt, welche ihn zur Enthüllung und Erlangung der höheren spirituellen Eigenschaften zieht. Aus den Zuständen zwischen Egoismus und Altruismus ergeben sich Handlungen, die dem Menschen zeigen, welcher Seite er gerade mehr zugeneigt ist oder mit welcher Seite er sich gerade mehr verbinden will – dem Schöpfer oder dem Pharao.

 Auf diesem Weg sortiert er seine Verlangen und als Resultat seiner Arbeit versteht er, was ihn tatsächlich antreibt. Er merkt, dass er sich völlig unter der Kontrolle des Pharaos befindet. Wo immer er sich auch hinwendet, entdeckt er den Pharao in sich. Er meint, dass er bereits für das Geben und für die Liebe zu anderen arbeitet, dass er über allen weltlichen Verlangen steht, in Wahrheit jedoch will er noch immer alles nur zum eigenen Vorteil empfangen.

Am Ende ist er nicht nur verzweifelt sondern auch davon überzeugt, dass der Pharao ihn zu 100% einnimmt. Zur gleichen Zeit taucht in ihm ein bestimmter Punkt auf, genannt Moses, der dem Pharao in ihm widerstehen kann. Moses beginnt den Kampf mit dem Pharao, der durch die zehn Plagen von Ägypten dem Untergang geweiht ist, um das Ego zu überwinden. Auf diesem Weg beginnt ein Mensch zu verstehen, dass er sich vom Ego befreien kann. Wie? Das ist noch nicht klar. Er tritt mit diesem Gefühl in die Dunkelheit ein, in der er einerseits nicht sehen und verstehen kann, wie sich die Erlösung vollzieht, andererseits hat er ein leidenschaftliches Verlangen danach. Diese Nacht wird als die Nacht des Auszuges aus Ägypten bezeichnet und das feiern wir an Pessach.

*Rav M. Laitman 

Quelle: www.laitman.de

Die Ruhe des Schwimmers

Die Ruhe des Schwimmers beim Schwimmen ist besser als die Anstrengung des Nichtschwimmers mit Händen und Füßen. Der Nichtschwimmer strampelt mit Händen und Füßen und ertrinkt, der Schwimmer bewegt sich ruhig und entschlossen.

*Rumi

Aufgeben

Zu verzagen ist immer unvernünftig und führt nirgendwohin. Es ist der subtilste Feind des Yoga. Sei mutig und denke nicht so viel an dich selbst. Nur weil du dein kleines Ego zum Mittelpunkt deiner Beschäftigung gemacht hast, bist du traurig und unbefriedigt. Sich selbst zu vergessen, ist das große Heilmittel aller Krankheiten.

*Sri Aurobindo

aus: "Handbuch des Integralen Yoga"
link: http://aurobindo.ru/integral yoga.pdf

only one interest

I have only one divine interest: God-manifestation in this incarnation.
I shall not tolerate slavery to any human interest.
*Sri Chinmoy

Erfüllung

Liebe führt uns vom Leid der Trennung in die Seligkeit vollkommener Vereinigung, aber ohne jene Freude des Vereinigungsaktes zu verlieren, die die größte Entdeckung der Seele bedeutet und für die das ganze Leben des Kosmos eine lange Vorbereitung ist. Sich Gott durch Liebe zu nähern heißt darum, sich auf die größtmögliche spirituelle Erfüllung vorzubereiten.

*Sri Aurobindo (The Synthesis of Yoga)

Im Zusammenhang mit diesem letzten Satz wurde ich gefragt: "Was ist Gott?" Ich antwortete: "Es ist der Name, den der Mensch all dem gegeben hat, was ihn übersteigt und ihn beherrscht, allem, was er nicht erkennen kann, unter dessen Einfluß er aber steht."

*Mira Alfassa


Blickwinkel

Mit derselben Bestimmtheit läßt sich sagen, daß alles göttlich ist und daß nichts göttlich ist. Alles hängt vom Blickwinkel ab, unter dem man das Problem sieht. Ebenso läßt sich sagen, das Göttliche ist ein ewiges Werden, wie auch, daß es für alle Ewigkeit unwandelbar ist. Die Existenz Gottes zu verneinen oder zu bestätigen, ist gleich wahr, aber jedes ist nur teilweise wahr, und nur wenn man sowohl die Bestätigung als auch die Verneinung übersteigt, kann man sich der Wahrheit nähern. Darüberhinaus kann man noch sagen, daß alles, was in der Welt geschieht, das Ergebnis des göttlichen Willen ist, aber auch, daß dieser sich in einer Welt ausdrücken und manifestieren muß, die ihm widerspricht oder ihn entstellt; dies sind zwei Einstellungen, die jeweils die praktische Folge haben, daß man sich mit Frieden und Freude allem unterwirft, was kommt, oder im Gegenteil unaufhörlich kämpft, um den Sieg von dem zu erringen, was sein soll. Um die Wahrheit zu leben, muß man sich über beide Einstellungen erheben können und sie verbinden.

*Mira Alfassa

Begegnung mit dem Teufel

Ein gewisser frommer Mann, überzeugt, dass er ein ernsthafter Sucher nach der Wahrheit sei, brach auf, um einen langen Weg der Disziplin und des Lernens zu beschreiten. Während beträchtlich langer Zeit sammelte er bei verschiedenen Lehrern zahlreiche Erfahrungen sowohl seelisch-geistiger als auch äußerlicher Art. Eines Tages sah er während des Meditierens plötzlich den Teufel neben sich sitzen. „Hinweg mit dir, Dämon!“ schrie er, „denn dir ist keine Macht gegeben, mir zu schaden; ich schreite auf dem Pfad der Auserwählten!“ Die Erscheinung verschwand. Ein wahrhaft Weiser, der gerade vorbei ging, sprach traurig zu ihm: „Oh mein Freund, du hast dein Bemühen auf einer derart unsicheren Basis aufgebaut, auf deiner unveränderten Furcht, Gier und Selbsteinschätzung, das du bei deiner letztmöglichen Erfahrung angelangt bist.“ Wieso? Fragte der Suchende. „Dieser „Teufel“ ist in Wirklichkeit ein Engel. Den „Teufel“ hast nur du gesehen.“

"Wer den Monotheismus nicht vom Teufel lernt, ist ein Ketzer."
*Ghazzali  


http://azmuto.blogspot.de/ Alles ist Er