Selbstbewusstsein entsteht durch die vielen kleinen Siege über sich selbst.*Azmuto


Raus aus deiner Komfortzone - jeden Tag

Ganz und gar lebendig zu sein, ganz und gar Mensch und wirklich wach zu sein, bedeutet, unaufhörlich aus dem Nest geworfen zu werden. Voll und ganz zu leben bedeutet, sich ständig im Niemandsland zu befinden, jeden Augenblick völlig neu und frisch zu erleben. Wahres Leben ist die Bereitschaft, immer wieder aufs neue zu sterben. Das ist Leben vom Standpunkt des Erwachens. Tod hingegen ist der Wunsch, an dem, was man hat, festzuhalten und sich von jeder Erfahrung bestätigen und auf die Schulter klopfen zu lassen, weil man alles so schön im Griff hat.

*Pema Chödrön (*1936)

Quelle: https://mystikaktuell.wordpress.com

 

Die Weisheit...


Die Weisheit, durch die man wahre Harmonie und wahren Frieden erreicht, existiert in uns, und sie wartet auf uns, bis wir uns an sie erinnern und zum Wohle aller nutzen. Wenn wir uns untereinander verbinden und zu unserem höheren Ziel fortschreiten, dann lächelt unser Schicksal auf uns herab. Aber wenn wir stehen bleiben, sehen wir uns einem Druck gegenüber, der uns signalisiert, dass wir uns verirrt haben.

Unsere Rolle besteht darin, eine Gesellschaft zu schaffen, in der „die Liebe alle Fehler bedeckt“ in der Verbindung und gegenseitige Unterstützung höher gewertet werden als Reichtum, Macht und persönlicher Erfolg.

Der Druck wird nicht aufhören bis wir uns zusammenfinden, bis wir die scheinbar irrationale Realität unseres Lebens durchschauen und verstehen, dass die Lösung ebenfalls ungewöhnlich ist. Wenn wir miteinander verbunden sind, werden wir Erfolg haben. Unsere Einheit ist unsere Stärke.

*Dr. Rav M. Laitman



 




Kabbala Kongress im August 2017 in Deutschland










Der Baum

So wie der Baum im Herbst, seine Blätter von sich wirft und seine frühere Form und Kleidung verliert, so wirst auch du dich von etwas freimachen um zu wachsen. Der Baum scheint im Winter, wenn alles von ihm abfällt, zu Sterben und doch ist er voller Kraft, die gesammelt in ihm ruht, um bald größer und stärker als je zuvor, im Licht der Sonne zu stehen. Er wird blühen, Früchte tragen und sie alle verschenken, so wie du.

*Azmuto

I give, With a sleepless smile..

video 

I give, With a sleepless smile I give. 
I live, With a breathless cry I live.
I sow, The seed of peace I sow.
I row, My golden boat I row. 

*Sri Chinmoy


Music Group: Temple-Song-Hearts





> https://www.srichinmoy.org

> http://www.srichinmoycentre.org

 

Grund des Meeres




Ich lausche im Winde der Kunde,
die er von Ihm mir bringt.
Der trunkenen Nachtigall lausche ich,
die Seinen Namen singt.

Wenn du dir eine Perle wünschst,
Such sie nicht in einer Wasserlache.
Denn wer Perlen finden will,
muss bis zum Grund des Meeres tauchen.

Du fragst nach einer Rose
lauf vor den Dornen nicht davon.
Du fragst nach dem Geliebten
lauf vor dir selbst nicht davon.


Schließe dich den Menschen an,
sei mit den Menschen eins! 
Wenn du mit den Menschen eins bist,
dann bist du ein Edelstein, ein Ozean;   
Wenn du allein bist,
bist du nichts als ein Wassertropfen.

*Rumi 

Echtes Wissen ist Erkenntnis aus eigener Erfahrung

„Glauben Sie an nichts, nur weil Sie es gehört haben. Glauben Sie nicht einfach an Traditionen, weil sie von Generationen akzeptiert wurden. Glauben Sie an nichts, nur auf Grund der Verbreitung durch Gerüchte. Glauben Sie nie etwas, nur weil es in Heiligen Schriften steht. Glauben Sie an nichts, nur wegen der Autorität der Lehrer oder älterer Menschen. Aber wenn Sie selber erkennen, dass etwas heilsam ist und dass es dem Einzelnen und Allen zugute kommt und förderlich ist, dann mögen Sie es annehmen und stets danach leben.“

*Buddha (Kālāma Sutta Anguttara-Nikāya)

Gedanken sind harmlos..

Gedanken sind harmlos - es sei denn, wir glauben sie.   *Byron Katie 


Der Löwe





„Eines Tages kam ich in der Wüste zu einem Baum an einer Wasserstelle und erblickte – mir zugewandt – einen gewaltigen Löwen. Ich gab mich Gott anheim. Als sich der Löwe näherte, lahmte er. Er kam, liess sich vor mir nieder und brüllte laut. Ich sah an seiner Tatze ein eitriges Geschwür, ergriff einen Stock und spaltete die Tatze, damit sie von dem Eiter, der sich angesammelt hatte, frei wurde. Ich band einen Lappen um die Tatze, und der Löwe stand auf und verschwand. Nach einer Stunde kam er wieder, mit allen seinen Jungen. Sie umringten mich, wahren liebevoll freundlich und legten eine Lende vor mich hin.“


 * * *


Ein freundlicher Gastgeber führte uns in die Nähe eines Baumes und dort stießen wir auf einen Löwen. In Sichtweite von ihm zitterten mein Führer und ich, aber der weise alte Mann ging unbeugsam weiter und wir folgten ihm. Das Wilde Tier - man könnte meinen es stünde unter dem Befehl des höchsten - erhob sich eine kleine Weile bescheiden und setzte sich dann jedoch wieder, während der Alte eine Frucht von den niederen Zweigen des Baumes pflückte. Dann hielt er seine Hand voller Datteln ausgestreckt und das Tier kam und nahm sie, wie ein zahmes Haustier; als es fertig gefressen hatte, ging es fort. Wir standen zitternd und uns umschauend da und dachten darüber nach so gut wir konnten, welcher Heldenmut des Gebens der Liebe und des Vertrauens in ihm ist, und welche Armut des Geistes und der Unsicherheit in uns.



 


Erlaube niemandem, die silbernen Flügel deiner goldenen Träume zu stutzen.*Sri Chinmoy


Wie...

Wie kann jemand,
der nicht Herr über seine Verlangen,
Absichten, Gefühle und Gedanken ist,
je eine freie Wahl haben?

*Azmuto

Die wahre Freiheit beginnt mit der Selbstbeherrschung. *Omraam Mikhael Aivanhov

Es ist ein Gesetz: Je weniger man seine Gedanken, seine Wünsche und Launen kontrolliert, desto mehr wird man zum Sklaven.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Leben ist Bewegung, Veränderung, Umwandlung. *Elisabeth Haich

    
 *Elisabeth Haich
(1897-1994)


Thema soziale Konditionierung

Es gibt keinen größeren Sieg als den, sich selbst zu beherrschen.*Mira Alfassa



"Ein Begehren zu überwinden schenkt mehr Freude als es zu befriedigen."


"Es gibt immer einen Augenblick, wo jeder die Kontrolle hat. Und hätte man nicht einmal "Ja" gesagt, hätte man nicht die Entscheidung getroffen, dann würde man es nicht tun. Es gibt keinen menschlichen Körper, der nicht die Energie und die Fähigkeit hätte, einer Sache zu wiederstehen, die ihm aufgezwungen wurde - wenn man ihn gewähren läßt. Wenn die Leute sagen: "Ich kann nicht anders" - tun sie es deshalb, weil sie im Grunde nicht anders wollen; sie haben es akzeptiert, ihrem Laster zu fröhnen. Es gibt einen Zeitpunkt, wo man akzeptiert. Und ich gehe noch weiter und sage: Es gibt einen Zeitpunkt, wo man es akzeptiert, krank zu sein. Nähme man es nicht an, wäre man nicht krank. Aber die Menschen sind sich ihrer selbst und ihrer inneren Reaktionen so wenig bewußt, daß sie nicht einmal merken, was sie tun."

*Mira Alfassa



Spirituality is a breathless self-transcendence-adventure.





To me, life is not 
A leisurely walk 
But a constant  
Self-transcendence-race.

*Sri Chinmoy 




Das gewöhnliche Leben

Das gewöhnliche Leben ist ein Kreislauf verschiedener Wünsche und Begierden. Solange ihr von ihnen in Anspruch genommen seid, kann es keinen bleibenden Fortschritt geben. Es muß ein Ausweg aus die-sem Kreislauf gefunden werden. Nehmen wir zum Beispiel die allgemeinste Beschäftigung des täglichen Lebens: Die Leute denken beständig daran, was und wann sie essen werden und ob es auch genug sei. Um diese Begierde zu überwinden, müßt ihr im Wesen eine solche Gelassenheit entwickeln, daß ihr dem Essen gegenüber völlig gleichmütig seid. Bekommt ihr etwas zu essen, so nehmt ihr es zu euch; wenn nicht, so macht euch das nichts aus.

Vor allem aber denkt ihr nicht dauernd daran. Ihr dürft auch nicht negativ darauf sinnen. Sich damit beschäftigen, Mittel und Methoden der Enthaltsamkeit zu erfinden, wie es die Asketen tun, heißt von dem Essen beinah ebenso in Anspruch genommen sein, wie wenn man gierig davon träumt. Nehmt eine Haltung des Gleichmuts ein, das ist die Hauptsache. Entlaßt die Vorstellung des Essens aus eurem Bewußtsein, meßt ihm nicht die geringste Bedeutung bei. Das alles wird ganz einfach, sobald ihr mit eurem seelischen Wesen in Fühlung kommt, der wahren Seele in euch. Denn dann spürt ihr sogleich, wie unwichtig diese Dinge sind und daß es nur auf das Göttliche ankommt. Im Seelischen weilen heißt, über alle Gier hinausgehoben zu sein.

*Mira Alfassa (die Mutter) 

Quelle: GESPRÄCHE 1930-31

Link: https://aurobindo/gespräche_1930-31.pdf



 

Eine höhere Natur

Die meisten Menschen werden wie Tiere von den Kräften der Natur getrieben: Jedes Verlangen, das in ihnen aufsteigt, erfüllen sie sich, allen Gefühlen, die sich erheben, erlauben sie zu spielen, alle körperlichen Wünsche versuchen sie zu befriedigen. Wir sagen dann, das Tun und die Gefühle der Menschen werden von ihrer Natur (Prakriti) beherrscht und zwar meist von der vitalen und physischen Natur.

Der Körper ist das Instrument der Prakriti oder der Natur. Er gehorcht seiner eigenen Natur, oder er gehorcht den vitalen Kräften der Wünsche, der Leidenschaften usw. Doch der Mensch hat auch einen Geist, und in dem Maße, wie dieser sich entwickelt, lernt er, seine vitale und physische Natur durch seinen Verstand und seinen Willen zu beherrschen. Diese Beherr-schung jedoch findet nur teilweise statt, denn der Verstand wird häufig von vitalen Wünschen und von der Unwissenheit des Körpers getäuscht. Er stellt sich auf ihre Seite und versucht, ihre Fehler und falschen Regungen durch seine Ideen, seine Schlussfolgerungen oder Beweise zu rechtfertigen. Selbst wenn der Verstand sich frei hält und dem Vitalen oder Körper sagt: »Tu dies nicht«, werden dennoch häufig das Vitale und der Körper trotz dieses Verbotes ihren eigenen Regungen folgen, denn des Mensche n mentaler Wille ist nicht stark genug, sie zu bezwingen. Wenn Menschen die Sadhana ausüben, wirkt in ihnen eine höhere Natur, die seelische und spirituelle, und sie müssen ihre Natur unter den Einfluss des seelischen Wesens und des höheren spirituellen Selbst stellen oder unter den Einfluss des Göttlichen.

Nicht nur das Vitale und der Körper, sondern auch der Geist muss die Göttliche Wahrheit erlernen und dem göttlichen Gesetz folgen. Doch wegen der niederen Natur und deren langwährendem Einfluss auf sie sind sie zunächst und auf lange Zeit nicht in der Lage, ihre Natur davon abzubringen , den alten Wegen zu folgen - auch wenn sie wissen oder innerlich gesagt bekommen, was zu tun ist und was nicht. Nur durch ausdauernde Sadhana, nur indem man ein höheres spirituelles Bewusstsein und eine spirituelle Natur erlangt, kann diese Schwierigkeit überwunden werden; doch selbst für die stärksten und besten Sadhaks dauert es lange Zeit.

*Sri Aurobindo

Quelle: HANDBUCH DES INTEGRALEN YOGA

LINK: https://aurobindo/integral_yoga_g.pdf


 

Weisheit


Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein.
Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten.
*Salomo




Freiheit - Unabhängigkeit

Um zu verstehen was Unabhängigkeit bedeutet, brauchen wir zuerst die Erfahrung, was es heißt, ein Sklave unseres eigenen Wunsches nach Genuss zu sein. Nach und nach wird den Menschen bewusst, dass uns unsere egoistische Natur in der Knechtschaft hält.

Darum müssen wir verstehen, dass Unabhängigkeit in erster Linie die Unabhängigkeit von unserer Natur, unserem Egoismus, bedeutet. Und in dieser Unabhängigkeit gibt es viele Stufen. Von einer kleinen Unabhängigkeit bis zur großen. Anstatt unter der Kontrolle des Egoismus zu sein, müssen wir unter die Kontrolle einer neuen Kraft kommen. Wir müssen diese Kraft selbst wählen und ihr vor allen anderen Möglichkeiten den vorzug geben.

*Rav M. Laitman

Khalil Gibran - Der Prophet - Musikbuch & Hörbuch

Nächstenliebe

Ich sollte meinen Nächsten nicht darum lieben, weil er nahe ist, – denn was ist Nähe und Ferne? Auch nicht darum, weil die Religionen mir sagen, er sei mein Bruder, – denn worauf beruht jene Brüderlichkeit? Sondern darum, weil er ich selber ist. Nähe und Ferne betreffen den Körper, das Herz geht darüber hinaus. Brüderlichkeit ist eine des Blutes, der Heimat, der Religion oder der Menschheit, aber wenn sich der Eigennutz meldet, was wird dann aus dieser Brüderlichkeit? Erst wenn man in Gott lebt und Mental und Herz und Körper in das Bild dieser allumfassenden Einheit prägt, wird diese tiefe, selbstlose und unbeirrbare Liebe möglich.

*Sri Aurobindo

Quelle: "Gedanken und Aphorismen" 
https://aurobindo.ru/workings/4_1



Sehnsucht


"Nach unendlichem Verlangen und tiefer Sehnsucht öffnete sich mein Herz mit übernatürlicher Weisheit wie die Wasser einer immer sprudelnden Quelle."

*Baal HaSulam (1884-1954)





















Zeitungsartikel über Yehuda Ashlag (Baal HaSulam):

www.kabbalah.info/de/yehuda-ashlag




 

Sri Ramakrishna - Die Geschichte vom Weber



Lyrics:

Rama raghava rama raghava rama raghava rakshamam
Krishna keshava krishna keshava krishna keshaba pahimam

Das spirituelle Leben und die Meditation

Das spirituelle Leben und die Meditation haben nichts mit Denken zu tun. Wir müssen über das Denken hinausgehen.

Wenn wir nur fünf Minuten lang ohne Gedanken sein können, weder göttliche noch ungöttliche, weder gute noch schlechte, werden wir das Spiegelbild unserer Seele wahrnehmen können. Die Seele repräsentiert unsere göttliche Vollkommenheit sowohl in unserem äußeren als auch in unserem inneren Leben. Durch die reine Meditation ohne Gedanken werden wir fähig, unsere innere Göttlichkeit wider zu spiegeln.

Während deiner Meditation stellt sich dein Verstand dir vielleicht entgegen und blockiert dich, doch du musst fühlen, dass du etwas besitzt, das dem Verstand überlegen ist, und das ist dein Herz. Versuche, Hilfe von deinem Herzen zu bekommen. Wenn du fühlst, die Hilfe deines Herzens reiche nicht aus, dann wende dich an das Höchste, das ist deine Seele. Fühle, dass du nichts anderes hast und nichts anderes bist, als die Seele. Wiederhole aufrichtig: "Ich bin die Seele, ich bin die Seele."

Wenn du das seelenvoll fünf Minuten lang wiederholen kannst, wird sich der Widerstand des Verstandes auflösen und für dich werden nur noch dein Herz und deine Seele existieren.

*Sri Chinmoy

Anleitung Meditation

Verliebe dich!

"Verliebe dich! Verliebe dich in das Leben, in jeden Atemzug. Sei von Herzen verliebt in dich selbst, in deine innere Schönheit, in die Schönheit und die Großzügigkeit des Lebens. Du bist am Leben, du bist Lebendig. Verliebe dich in dieses Geschenk. Verliebe dich in dein DaSein, in deinen dich belebenden Atem, in diesen Tag, in diesen Augenblick. Verliebe dich in die Klarheit, in das Licht, in das Göttliche in deinem inneren, in all das was so schön ist. Verliebe dich in die Dankbarkeit, in die Hingabe, in den unumstößlichen Frieden und die weitherzige Liebe die dein Wesen erfüllt. Sei von Herzen erfüllt vom Atem des Lebens, sei erfüllt von der Lebendigkeit selbst. Die Liebe ist da, sie ist da, die Liebe ist da, das Leben ist da, der Atem ist da, das Göttliche ist da, jetzt und immer, in Dir, im Herzen der Ewigkeit!"

*Azmuto

Nicht Zwei


Der große Weg ist ganz einfach,Soll die Wahrheit sich dir offenbaren,Lass jede Meinung für oder gegen etwas beiseite. Sprich und Denke nicht dies ist gewonnen und dies verloren,jenes ist wahr dieses ist unwahr. Wenn du jedoch die kleinste Unterscheidung triffst, werden Himmel und Erde unendlich weit voneinander getrennt.

Suche nicht nach der Wahrheit, höre nur auf, Meinungen zu hegen. Verharre nicht in dualistischen Anschauungen, sei achtsam und folge ihnen nicht. Gibt es auch nur eine Spur von Dies und Das, von Richtig und Falsch, gerät der Geist in Verwirrung und verliert sich. Obgleich jede Zweiheit aus dem Einen kommt, hafte nicht einmal an diesem Einen. Wenn der Geist auf dem Weg ungestört weilt, kann nichts auf der Welt mehr verletzen.

Und wenn etwas nicht mehr zu verletzen vermag, hört es auf, auf die alte Weise zu sein. Wenn keine unterscheidenden Gedanken aufsteigen, hört der alte Geist auf zu existieren. Wenn die Gedankenobjekte verschwinden, verschwindet auch das denkende und urteilende Subjekt. Die Dinge sind Objekte, weil es ein Subjekt gibt. Und das Subjekt bestätigt sich als Subjekt durch seine Abhängigkeit vom Objekt. Versteht die Relativität und Abhängigkeit von diesen beiden, und die grundlegende Wirklichkeit, die Einheit der Leerheit in Allem.

In dieser Leerheit sind die beiden nicht zu unterscheiden, und jedes von beiden enthält die ganze Welt. Unterscheidest du nicht zwischen Fein und Grob, so wirst du nicht zu Vorurteil und Meinung verführt. Der erhabene Weg ist in seinem Wesen großmütig. Er ist weder schwierig noch leicht. Aber jene mit begrenztem Blick sind furchtsam und unentschlossen. Je schneller sie eilen, desto langsamer kommen sie voran. Und das Anhaften und Greifen ist nicht auf bestimmte Bereiche begrenzt. Selbst das Anhaften an die Idee der Erleuchtung lässt in die Irre gehen. Lass einfach die Dinge ihren eigenen Weg gehen, und es wird weder Kommen noch Gehen geben.

Lass los und folge der Natur der Dinge und du wirst frei und ungestört wandeln. Wenn Gedanken in Fesseln liegen, ist die Wahrheit verborgen, denn dann ist alles dunkel und unklar. Die Last des Urteilens bringt den Verdruss und die Erschöpfung. Welchen Nutzen bringen denn Unterscheidungen und Trennungen. Wenn du den erhabenen Weg erfahren möchtest, so lehne auch die Welt der Sinne und Ideen nicht ab. In der Tat - sie vollkommen zu akzeptieren, kommt wahrer Erleuchtung gleich. Der Weise verfolgt keine Ziele, der Narr aber fesselt sich selbst. Es gibt einen Dharma, eine Wahrheit, nicht viele. Unterscheidungen entstehen, wenn man das nicht erkennt, und daher dem Bedürfnis, sich anzuklammern, folgt.

Den einen Geist mit dem unterscheidenden Geist zu suchen, ist der größte Fehler von allen. Willst du in unmittelbare Harmonie mit dieser Wirklichkeit gelangen, so erinnere dich, wenn der Zweifel kommt, einfach: "Nicht zwei". In diesem "Nicht-zwei" ist nichts getrennt und nichts ausgeschlossen, ganz gleich, wann und wo und wie - es duldet alle Widersprüche. Erleuchtung heißt, in diese Wahrheit einzutreten. Und diese Wahrheit ist jenseits von Ausdehnung oder Zusammenziehung in Zeit und Raum. In ihr währt ein einzelner Gedanke zehntausend Jahre.

* Sosan - Sengcan - Seng-ts’an - † 606

Guru Paduka Stotram

Ich vergieße Tränen, bittere Tränen, Für die Befreiung jeder einzelnen Seele Auf der Erde.*Sri Chinmoy






















Mother, today I am crying
For the flute of union.
When I am away from You,
My separation-life from You
I do not want any more.
It is in unity that I shall see
Your divine Smile.
Tears I am shedding, bitter tears,
For the liberation of each individual soul
On earth.
To establish Your Victory, Mother,
May I remain always alert and awake.

*Sri Chinmoy

from: (Pole-Star Promise-Light, Part 4)
(50 Bengali songs, published on 1977-01-01)


 





Liebe

Die Vernunft ist gut, aber besser ist die Liebe,
die uns der Vernunft entreißt.
Es kommt nicht darauf an, viel zu denken,
sondern viel zu lieben.

*Teresa von Avila (1515 – 1582)

Zeitalter des Verstandes



Wenn das Zeitalter des Verstandes 
Endet,
Wird das Herz des Friedens
Die ganze Welt überfluten.

*Sri Chinmoy


Die Früchte deines Wirkens..

Du hast ein Recht auf das Handeln,
aber nur auf das Handeln,
niemals auf dessen Früchte;
lass nicht die Früchte deines Wirkens
dein Beweggrund sein,
noch lass Anhaftung zur Tatenlosigkeit in dir zu.
Fest gegründet im Yoga,
vollbring deine Tage als einer,
der jegliche Anhaftung aufgegeben hat
und gleichmütig geworden ist 
im Misslingen und im Erfolg;
denn Gleichmut wird im Yoga angestrebt.

*Bhagavad Gita

Die Weiten unseres Wesens...

"Erhaschte die Menschheit auch nur einen Schimmer von den unendlichen Freuden, vollkommenen Kräften, leuchtenden Bereichen spontanen Wissens und ruhigen Weiten unseres Wesens, die auf uns warten in den Gegenden, die unsere tierhafte Entwicklung noch nicht erobert hat, so würde sie alles lassen und nicht eher ruhen, als bis sie diese Schätze gewonnen hat. Doch der Pfad ist eng, die Tore schwer zu öffnen, und Angst, Misstrauen und Skepsis sind da als Schildwachen der Natur, unseren Fuß daran zu hindern, sich von den gewohnten Weideländern abzukehren."

*Sri Aurobindo (aus Gedanken und Aphorismen)

Link: http://aurobindo.ru/workings.htm 

Die 4 Sprossen der Liebe

Zuerst liebt man nur, wenn man geliebt wird. Dann liebt man spontan, will jedoch wiedergeliebt werden. Später liebt man, auch wenn man nicht geliebt wird, doch liegt einem daran, daß die Liebe angenommen werde. Und schließlich liebt man rein und einfach, ohne ein anderes Bedürfnis und ohne eine andere Freude als nur zu lieben.

*Mira Alfassa

Die Tür zur Befreiung

Die Tür zur Befreiung ist sehr eng, enger als die Breite eines Senf Korns. Der Verstand ist größer als ein Elefant, wie soll der da durch?  
*Kabir (1440 - 1518)

Versuchst du den Weg zur Wahrheit mit dem Verstand zu finden, erweist sich das als unmöglich. Sobald du den Verstand jedoch fahren läßt, sind da keine Hindernisse mehr.   
*Sanai (1080 - 1131)

Des Paradieses Tor ist Nadelöhr gleich, du musst zuerst zu nichts werden um hindurch gehen zu können. Wir jedoch sind beladen mit: Ich will, ich weiß, ich kann, ich bin. Demut ist der Schlüssel.
*Azmuto





Wer den Pfad betritt, stößt auf einen Löwen und wer gegen ihn verliert, steht nicht wieder auf. *Shamati 126




Der Palast des Königs

Es war einmal ein König, der im Land alle seine treusten Untergebenen versammeln und sie in die Arbeit im Inneren seines Schlosses einführen wollte. Was tat er also: Er verschickte im ganzen Land einen offenen Befehl, dass jeder, der wollte, jung oder alt, in seinen Palast kommen und sich mit inneren Arbeiten im Palast beschäftigen möge.

Er stellte aber eine vielzahl Bediensteter zur Wache am Eingang zum Schloss und auf allen Wegen, die zu ihm führen, auf, und befahl ihnen, mit List alle in die Irre zu führen, die sich dem Schloss näherten, und sie von dem Weg abzudrängen, der dorthin führt.

Natürlich strömten alle Bewohner des Landes zum Palast des Königs, wurden aber von der List eifriger Wachmänner in die Irre geführt. Und viele von ihnen überwältigten die Wachmänner, soweit dass sie sich dem Eingang in das Schloss nähern konnten. Die Wachmänner am Eingang waren aber die Eifrigsten. Und jeden, der sich dem Eingang näherte, lenkten sie ab und drängten ihn ab mit großer Beflissenheit, bis er verzweifelt wegging. Sie kamen wieder und gingen wieder und bestärkten sich erneut, und kamen wieder und gingen wieder. So wiederholte es sich einige Tage oder Jahre, bis sie endlich ihrer Versuche müde wurden. Und nur die Helden unter ihnen, deren Maß an Geduld ausreichte, überwältigten jene Wachmänner, öffneten das Tor und wurden sogleich des Antlitzes des Königs gewürdigt, der jeden auf den ihm passenden Posten einsetzte. Natürlich hatten sie von dem Augenblick an nichts mehr mit jenen Wachmännern zu tun, die sie ablenkten und abdrängten und ihr Leben mehrere Tage oder Jahre bitter machten, als sie zum Eingang kamen und wieder gingen. Denn sie wurden dessen gewürdigt, vor der Herrlichkeit des Lichtes des Antlitzes des Königs im Inneren seines Schlosses zu arbeiten und zu dienen.
...
* aus: "Einführung zu Talmud Esser HaSefirot, Punkt 131 - 140"



www.laitman.de/checkpoints-in-allen-125-stufen

Der Esel..

Eines Tages setzte sich Nasrudin Hodscha verkehrt herum auf seinen Esel, nämlich mit dem Gesicht nach hinten. Die Menschen, die ihm begegneten, fragten ihn verwundert: „Hodscha, warum reitest du falsch herum auf deinem Esel?“ Der Hodscha antwortete ihnen: „Das ist ganz leicht zu erklären. Ich möchte nicht in dieselbe Richtung schauen wie der Esel!“



http://spirituelle-kurz-geschichten.pdf 





Die Eigenschaft des Gebens und der Liebe

Die Qualität des Gebens und der Liebe wird Heiligkeit genannt, da die Heiligkeit ein Erfüllungsgehilfe für den Schöpfer ist. Der Schöpfer ist Kadosh (der Heilige), denn es gibt eine Qualität des Gebens in Ihm. Darum wird ein Mensch, wenn er einen besonderen Einfluss vom Schöpfer erhält, der ihn zum Geben und zur Liebe bringt, heilig genannt und das beeinflusst jeden um ihn herum. Wenn du danach strebst, wirst du vom Schöpfer eine solche Antwort erhalten. Du wirst heilig werden, das heißt ein Gesegneter werden, der allen gibt und sie liebt.

*Rav M. Laitman


*


In das Ebenbild Gottes zu wachsen, in Ihm und mit Ihm zu wohnen, ein Gefäß Seiner Freude zu sein, Kraft und Instrument Seiner Arbeit, sind das festgesetzte Ziel und der Ruf, den wir erhielten. Gereinigt von allem, was ashubha (übel) ist, umgeformt in der Seele durch Seine Berührung, müssen wir in der Welt als Dynamos der göttlichen Elektrizität wirken und mit ihr die Menschheit durchdringen und durchstrahlen, so daß, wo immer einer von uns steht, Hunderte um ihn erfüllt würden von Seinem Licht und Seiner Kraft, erfüllt von Gott, erfüllt von Ananda (Glückseligkeit).

*Sri Aurobindo





 

















SNATAM KAUR